| 7. ADAC Bergpreis. Happurg 16.9.2007. |
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Veröffentlicht
in Hersbrucker Zeitung, 18.9.2007
Die Herbrucker Zeitung schrieb:
Das Rennfieber kehrt auf den Berg zurück
7. ADAC Bergpreis lockte Zuschauermassen an — Berg-Europameister Jörg Weidinger zeigte sein Können
HAPPURG (kb) — Der Berg hat seine Seele wieder. Mit Jörg Weidinger, dem
zweifachen Europa-Bergmeister, ist das Rennfieber nach Happurg
zurückgekehrt. Der 32-Jährige präsentierte dem Publikum beim 7. ADAC
Bergpreis in mehreren Schauläufen, was sein 370 PS starker BMW Osella
unter der Haube hat. Und auch Alfred Hilger, der schon bei den
legendären Happurger Bergrennen teilnahm, gab mit seinem BMW M3 eine
Kostprobe seines Könnens – ganz zur Freude der zahlreichen Zuschauer.
Schon am frühen Vormittag tummelten sich jede Menge
Motorsportfreunde und Liebhaber historischer Automobile im Fahrerlager
im Happurger Bauhof. Fiat Abarth, Renault Alpine, NSU TT, Brixner und
Camaro – die Teilnehmerliste versetzte so manchen in bloßes Staunen.
Sogar ein MG Moelders Magnette aus dem Jahr 1936 und ein Salmson von
1926 waren mit von der Partie.
Viel Zeit aber blieb den einzelnen Fahrern nicht, um ihre Konkurrenten
zu beäugen. Schließlich hatte jeder am Morgen noch einen Trainingslauf
zu absolvieren. Im Minutentakt schickten die Organisatoren vom AC
Hersbruck die Oldtimer auf den rund 3,4 Kilometer langen Kurs. Danach
folgten zwei Wertungsläufe. Und die sollten die Teilnehmer beide in
exakt der gleichen Zeit hinter sich bringen.
Wer fährt eine Runde mit?
Die Zuschauer, die sich inzwischen mit ihren Kameras entlang der
Strecke postiert hatten, verfolgten gebannt die einzelnen Starts.
Hautnah durften einige Hörer von Radio Charivari das Spektakel erleben.
Sie hatten im Vorfeld eine „Mitfahrgelegenheit“ bei einem der
Teilnehmer gewonnen und sausten nun auf dem Beifahrersitz die Strecke
hinauf.
Nur einige Male musste die Rennleitung die Bergprüfung unterbrechen,
weil entweder eine Ölspur zu beseitigen war oder ein Fahrer einen der
Heuballen, die als kleine Schikanen auf dem Kurs eingebaut waren, zu
spät erkannt und kurzerhand aus dem Weg geräumt hatte.
Letzteres passierte auch Alfred Hilger. Der BMW-Fahrer hatte einst bei
den legendären Happurger Bergrennen teilgenommen, als dort noch die
Geschwindigkeit regierte. „Das war wohl mein Verhängnis. Ich hab’
einfach nicht damit gerechnet, dass hier Strohballen auf der Strecke
liegen könnten“, gestand er lachend. Bei seinen beiden anderen Läufen
wich er dann den Schikanen gekonnt aus. Sein kleines Malheur in der
ersten Runde aber ließ ihn kurzerhand zu einem der Publikumslieblinge
aufsteigen. Zu denen zählte an diesem Tag zweifellos auch Jörg
Weidinger. Der Happurger enttäuschte die wartenden Zuschauer nicht und
jagte mit seinem Osella den Berg hinauf. Rund 220 Stundenkilometer
erreichte der BMW-Ingenieur dabei mit seinem blauen Boliden.
Weidinger will wieder kommen
„Es macht einfach Spaß, die Strecke einmal selbst zu fahren, die ich
von früher her als Zuschauer kenne“, erklärte er. Wenn es sein
Terminkalender erlaubt, will er auch im nächsten Jahr wieder beim ADAC
Bergpreis dabei sein. Zunächst aber heißt es für ihn, sich auf sein
nächstes „richtiges“ Rennen vorzubereiten, das am kommenden Wochenende
in der Nähe von Linz stattfindet.
Auf die meisten Oldtimer-Rennschlitten dürfte dagegen wieder eine
längere Erholungspause in der heimischen Garage warten –
verdientermaßen, denn sie bescherten ihren Fahrern ja auch den ein oder
anderen Pokal. Gesamtsieger wurde Antonio Barone aus Lauf mit seinem
Alfa Romeo (0,0 Sekunden Abweichung), gefolgt von Albrecht Bogner aus
Aying im Fiat 600 (0,04 Sekunden) und Karsten Bendig aus Neustadt im
Fiat Ritmo (0,05 Sekunden).
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